Weltenpunkt! Hier bloggen Wolf-Gero Bajohr + (2012) und Elke Gelzleichter (neben Gastautoren) rund um das Thema »Weltenpunkt«. Unter Weltenpunkt werden wir uns vorwiegend dem Schutz der Umwelt, der Tiere und der Menschen widmen, aber auch Themen längst vergangener Zeit auswählen, damit wir aus Fehlern klug werden..
Montag, 20. Juni 2011
Adam und Bruno: Vierhunderttausend Jahre leben?
Samstag, 9. April 2011
Stirbt die Menschheit wegen Phosphormangel aus ?
Hunger und Nahrungsmittelknappheit ist für unser Denken meist mit der Bevölkerung in den Entwicklungsländern verknüpft oder den ärmeren Industrienationen. Doch durch die bereits bestehende Überbevölkerung könnte uns ein ganz anderes Problem demnächst zu schaffen machen, weltweites Ernährungsdefizit durch Phosphormangel.
Wozu brauchen wir dieses lebenswichtige Mineral ?
Phosphor kommt im menschlichen Körper, wie oben erwähnt, nicht in reiner Form sondern nur in Form von Phosphat vor. Es hat verschieden Funktionen im menschlichen Körper. Phosphat ist wie das Kalzium ein Baustein von Knochen und Zähnen. Wie das Kalzium sorgt das Phosphat dadurch für Stabilität und Festigkeit von Knochen und Zähnen. Ferner ist Phosphat als Baustein für die Herstellung der Erbsubstanz, die sogenannte DNS oder DNA, notwendig. Bei jeder Zellvermehrung und Zellerneuerung muss für die neuen Zellen neue Erbsubstanz hergestellt werden. Phosphat spielt deshalb eine wichtige Rolle für alle Wachstums- und Entwicklungsprozesse im Körper. Zudem wird das Phosphat als Baustein der Energiewährung des Körpers benötigt. Mit dieser Energiewährung kann die Energie an alle Zellen, Gewebe und Organe des Körpers geliefert werden, die Energie brauchen. Es ist Bestandteil der Wände aller Zellen und hilft beim Eiweissstoffwechsel. Dabei ermöglicht das Phosphor als Baustein eines Enzyms den roten Blutkörperchen, den lebensnotwendigen Sauerstoff aus der Atemluft in den Körper aufzunehmen und an alle Zellen, Gewebe und Organe des Körpers zu liefern. Die Zellen, Gewebe und Organe des Körpers können nur leben und funktionieren, wenn sie genügend Energie und Sauerstoff erhalten.
Bereits bei einem geringeren Phosphormangel werden Gewichtsverlust und Müdigkeit beobachtet. Es kann zudem ein gesteigertes Verlangen nach Phosphat-reichen Substanzen, wie Kreide, Ton oder Kalk auffallen, die eigentlich keine Lebensmittel sind. Ein anhaltender, ausgeprägter Phosphormangel führt zu teils schweren Störungen des gesamten Körpers mit all seinen Zellen, Geweben und Organen. Hält der Phosphormangel an, kann die mit der Nahrung aufgenommene Energie nicht mehr umgewandelt und an die Zellen, Gewebe und Organe verteilt werden, die die Energie brauchen. Ohne diese Energie können die Zellen, Gewebe und Organe des Körpers nicht richtig funktionieren und ihre Aufgaben im Körper erledigen. Dies zeigt sich vor allem an den Muskeln, dem Herzmuskel und dem Zwerchfellmuskel, der für die Atmung benötigt wird. Betroffene leiden an zunehmender Muskelschwäche. Auch der Herzmuskel und der Zwerchfellmuskel werden schwächer. Am Herzen kann sich dies mit Herzrhythmusstörungen und einer Herzschwäche, einer sogenannten Herzinsuffizienz, äussern. Typische Beschwerden einer Herzschwäche sind eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Atembeschwerden und Flüssigkeitsansammlungen in den Geweben, sogenannte Ödeme, die vor allem an den Unterschenkeln sichtbar sind. Durch eine Schwächung des Zwerchfellmuskels wird die Atemarbeit verschlechtert und Betroffenen leiden an Atembeschwerden. Diese Atembeschwerden werden noch zusätzlich dadurch erschwert, dass Phosphor als Baustein für ein bestimmtes Enzym fehlt. Dieses Enzym erlaubt es den roten Blutkörperchen, den lebensnotwendigen Sauerstoff aus der Atemluft in den Körper aufzunehmen und an alle Zellen, Gewebe und Organe des Körpers zu liefern. Ohne den Sauerstoff können die Zellen, Gewebe und Organe des Körpers nicht leben und funktionieren. Der Phosphormangel kann auch dazu führen, dass nicht mehr genügend Phosphor in den Knochen eingebaut werden kann, sodass der Knochen weniger stabil und brüchiger wird. Dabei können Knochenschmerzen auftreten. Bei Kindern führt diese Störung der Knochenbildung zu einem verzögerten Wachstum mit Stabilitätsmangel von Knochen und Zähnen.
Wissenschaftler befürchten ein weltweites Ernährungsproblem durch Phosphormangel: