Posts mit dem Label Götter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Götter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 15. August 2011

Enlil und Enki - Die Rükkehr der Götter ?

Wir können darüber rätseln, ob es Gott gibt oder nicht. Wir können aber auch differenzieren, zwischen der göttlichen Welt jenseits aller Manipulationen, welche wir zwar in unserem Inneren herbeisehnen, weil sie ohne Falschheit und Lüge ist, die wir aber nicht erreichen können, weil sie manipulativ mit allerlei schädlichen Beimischungen jeglicher Art aus unseren Gehirnen fast akribisch, systematisch operativ entfernt wurde. Doch die alten Götter, welche uns einst der Legende nach  aus Lehm erschufen  kehren zurück, sie sind in uns, um uns und bestimmen und beherrschen unsere Gegenwart und Zukunft. Wir können die Legende für als erfundenes Märchen ab tun oder ein Körnchen Wahrheit darin finden. Denn Fakt ist, die Gene von Enlil und Enkhi sind in einigen von uns sehr stark die treibende Kraft, zu manipulieren und zu versuchen das zu verändern, wozu im eigentlichen Sinn die Natur zuständig ist. Man darf von dieser Eigenart nicht annehmen, dass sie naturgegeben und menschlich ist, weil unschwer zu erkennen ist, das der Kern, die Absicht und Motivation reine Herrschucht ist, Herrschsucht im Sinn, alles beherrschen und nach eigenem Gusto verändern, erschaffen und manipulieren zu können, natürlich immer mit der vordergründigen Aussage, mit diesem Wissen der Welt helfen zu wollen. Wer das glaubt, dessen Geist ist vielleicht schon von allerlei geheimen Mittelchen so beeinflusst, dass ihm diese angestrebte Weltherrschaft überhaupt nicht gefährlich vorkommt. All Jene, welche diesen Beitrag mit einem Aufschrei der Entrüstung bedenken, sei an´s Herz gelegt, das die Grenze zwischen Realität und Täuschung meistens sehr , sehr dünn an der Wahrnehmung entlang verläuft.

Die Rückkehr der Götter

Bericht: 13. August 2011

Cambridge/ England - Britische Forscher berichten, dass es ihnen gelungen ist, das erste Tier mit künstlicher genetischer Information zu erzeugen. Die Technik könnte Biologen zukünftig die Kontrolle über jedes einzelne Molekül im Innern lebender Organismen geben.

mehr: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2011/08/wissenschaftler-erzeugen-erstmals-tier.html

Man beachte hierzu die Aussage der britischen Forscher, in welcher es hauptsächlich darum geht die Kontrolle über lebende Organismen zu erhalten, zu welchem Zweck auch immer.

Nach dem Gilgamesch Epos war Enlil der Befehlshaber und Herrscher über die Erde. Enki aber war der Schöpfer der Spezies Mensch. Damit liegt klar auf der Hand, wer die Kontrolle über die lebenden Organismen will, trägt die Erbinformation Enkis in sich und wer die Kontrolle über die Erde will trägt die Erbinformation Enlil´s in sich. Wer Beides will, muss sich beide Erbinformationen beschaffen und dazu muss er manipulieren. Wer und was ist dann der Logos der Schöpfung ? Ein Wesen, das sowohl erschaffen, als auch beherrschen kann ? Das hört sich doch sehr nach logischer Konsequenz an.


Geht dahin also die Absicht ? Es sieht genau betrachtet ganz danach aus.

Es ist allerdings auch noch möglich, dass dies so noch nicht einmal bewusst geschieht, weil es einfach in den Genen verankert als selbstverständlich hingenommen wird.

http://www.gottwissen.de/goetter/enlil.htm


U.Ortmann






Dienstag, 7. Juni 2011

Herausforderung der Götter

Herausforderung der Götter

Zeus
Was zeichnete Götter aus? – Sie taten das, was sie wollten und wo sie wollten, und zwar, ohne jemandem zu Rechenschaft verpflichtet zu sein und ohne Vergeltung fürchten zu müssen. Um ganz sicher zu gehen, erklärten sie ihren Rückzugsbereich für heilig. Ihn zu betreten hatten nur wenige Auserwählte die Erlaubnis. Meistens waren es Könige oder Hohepriester, die sich in die Nähe der Götter wagen durften. Von ihnen ging für gewöhnlich auch keine Gefahr aus, denn sie hatten schließlich viel zu verlieren. Die Griechen nannten diesen Rückzugsbereich der Götter »Olymp«. Dort waren die Götter ganz unter sich, sie konnten schlicht und einfach die Lebensform »Gott« sein. Sie brauchten keinerlei technischen Schutz oder Waffen zu tragen, um sich gegen Angreifer zu wehren: eine Oase des Friedens.

Wie hätten diese Götter wohl reagiert, wenn ein Nichtgott in den Olymp eingedrungen wäre und in dem heiligen Rückzugsgebiet der Götter einige von ihnen getötet hätte?

Es ist nicht überliefert, ob jemals ein Nichtgott in den Olymp eingedrungen ist und dort Götter getötet hat. Trotzdem können wir uns ausmalen, wie die Reaktion gewesen wäre, denn wir haben ein Beispiel aus unserer Gegenwart.

Es gibt eine Supermacht, die zwar nicht aus Göttern besteht, die sich aber ebenso rücksichtslos gebärdet wie einst die Götter. Sie hat keine Scheu, Länder mit Krieg zu überziehen, wenn es um etwas geht, was ihnen wichtig ist, wie zum Beispiel das Öl. Vermutlich fühlen sich einige Bewohner dieses Staates tatsächlich wie Götter. Wo sie auch immer Kriege führten, ob in Korea, Vietnam oder Irak, ihr Olymp blieb ein friedliches Rückzugsgebiet, und Krieg war etwas, was woanders stattfand.

Dann kam der 11. September 2001, und das Unfassbare geschah. Jemand drang in ihren Olymp ein und tötete dort Angehörige dieser Supermacht.

Wie reagierten diese scheinbaren Götter? – Dass Angehörige dieser Supermacht getötet wurden, war nichts Neues, dass sie aber von staatsfremden Nichtgöttern auf dem eigenen Rückzugsgebiet, ihrem Olymp, getötet wurden, das war neu, das war ein Sakrileg. Wie konnte es ein Nichtgott wagen, in das Heiligtum einzudringen und dort Götter zu töten?

Dass Verwandte und Freunde der Opfer betroffen sind, ist selbstverständlich nachvollziehbar, aber dass urplötzlich Mitgefühl mit fremden Opfern vorhanden sein soll, obwohl für bisherige Opfer nicht ein Hauch von Mitgefühl gegeben war, schon gar nicht für Opfer der Supermacht, das ist bereits etwas schwerer zu begreifen.

Um die hysterischen Reaktionen dieser Supermacht zu verstehen, muss man wissen, dass es dort ein Opfer mehr als die dreitausend getöteten Menschen gab: Es gab die Vernichtung des Vertrauens in die Unangreifbarkeit ihres heiligen Bereiches, ihres Olymps. Wo können sich die Angehörigen dieser Supermacht noch sicher fühlen, wenn sie nicht einmal in ihrem eigenen Olymp sicher sind? Schlimmer hätte es diese Supermacht kaum treffen können.

Wolf-Gero Bajohr

Donnerstag, 14. April 2011

Das Prinzip der ewigen Wiederkehr (Teil 2) und der Teilchenbeschleuniger von Cern

Denken wir kurz an die Erschaffung des Menschen durch fremde mächtige Wesen aus einer anderen Welt. Denken wir an den Schöpfungsmythos der Sumerer und ziehen wir dazu einen Vergleich zu nachfolgendem Bericht, in welchem auch angedeutet wird, das der Teilchenbeschleuniger von Cern oder auch ein anderer in ferner Zukunft in der Lage wäre, ein neues Universum zu schaffen. Wieso bloß erinnert mich das sehr intensiv an die Anunaki ? Und wieso ergibt zusätzlich Nietzsches Ewige Wiederkehr dazu noch einen ganz anderen viel prägnanteren Sinn ? Das echte und das falsche Vakuum

Heute nimmt man in der Regel an, daß der gegenwärtige Zustand des Universums dem des echten Vakuums entspreche, das heißt, daß der leere Raum in der jetzigen Zeit das Vakuum mit der geringstmöglichen Energie sei. Aber können wir dessen sicher sein? Coleman und De Luccia erwägen die äußerst beunruhigende Möglichkeit, daß es sich bei dem gegenwärtigen Vakuum vielleicht gar nicht um das echte, sondern lediglich um ein langlebiges, ein metastabiles Vakuum handelt, das uns eine falsche Sicherheit vorgaukelt, weil es schon seit einigen Milliarden Jahren andauert. Uns sind viele Quantensysteme mit einer Halbwertszeit von Milliarden Jahren bekannt - beispielsweise Urankerne. Angenommen, das gegenwärtige Vakuum falle in diese Kategorie. Der im Titel von Colemans und De Luccias Aufsatz angesprochene "Zerfall" des Vakuums bezieht sich auf die katastrophale Möglichkeit, daß dessen gegenwärtiger Zustand schlagartig enden und der Kosmos in einen Zustand noch geringerer Energie stürzen könnte. Das hätte für uns (und alles andere) schreckliche Konsequenzen.

Es ist Coleman und De Luccia gelungen, den Zerfall des Vakuums in einem mathematischen Modell darzustellen und zu zeigen, wie das Phänomen sich ereignet. Sie stellten fest, daß der Zerfall an einem zufälligen Ort im Raum beginnt, indem sich eine von instabilem falschen Vakuum umgebene winzige Blase aus echtem Vakuum bildet. Gleich nach ihrer Entstehung wird sie sich mit einem Tempo ausdehnen, das sich rasch der Lichtgeschwindigkeit annähert. Damit nimmt sie einen immer größeren Bereich des falschen Vakuums in sich auf und wandelt es unverzüglich in echtes Vakuum um. Die Energiedifferenz zwischen beiden Zuständen - die den ungeheuren Wert von 1087 Joule pro cm3 Raum haben kann - konzentriert sich in der Wandung der Blase, die sich durch das Universum wälzt und alles mit Vernichtung bedroht, was ihr in den Weg kommt.

Den ersten Hinweis auf die Existenz einer Blase aus echtem Vakuum würde uns ihr Eintreffen liefern, wobei die Vorwarnzeit nicht einmal drei Minuten betrüge. Damit würde sich die Quantenstruktur unserer Welt mit einem Mal verändern. Von einem Augenblick auf den nächsten würden sich die Wesen aller Elementarteilchen sowie ihre Wirkungen drastisch verändern; beispielsweise könnten Protonen ganz plötzlich zerfallen. Das Ergebnis wäre ein schlagartiges Verdampfen aller Materie. Kurz: augenblickliche Vernichtung. "Diese Aussicht ist entmutigend", erklären die Autoren mit souveränem Understatement und fahren fort: "Die Möglichkeit, daß wir in einem falschen Vakuum leben, hat zu keiner Zeit eine besonders begeisternde Aussicht geboten. Der Vakuumzerfall bedeutet die endgültige ökologische Katastrophe; nach ihm ist nicht nur das Leben, wie wir es kennen, unmöglich, sondern auch die Chemie, so wie wir sie kennen.

Nach der Veröffentlichung von Colemans und De Luccias Aufsatz diskutierten Physiker und Astronomen intensiv die verheerenden Folgen des Vakuumzerfalls. In einer Nachfolgeuntersuchung, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurde, beschworen Piet Hut und Martin Rees das beunruhigende Gespenst herauf, Teilchenphysiker könnten völlig unbeabsichtigt die Entstehung einer das Universum zerstörenden Vakuumblase auslösen. Ihre Besorgnis stützt sich darauf, daß bei einem mit sehr hoher Energie erfolgenden Zusammenprall von Elementarteilchen - in einer sehr kleinen Region des Raumes und einem sehr kurzen Augenblick - Bedingungen entstehen könnten, die das Vakuum zum Zerfall veranlassen. Wäre der Übergang erst einmal vollzogen, und sei es auch nur in mikroskopisch kleinem Maßstab, könnte nichts die neu entstandene Blase daran hindern, sich rasch zu astronomischer Größe aufzublähen. Sollten wir ein Verbot für die nächste Generation von Teilchenbeschleunigern aussprechen? Hut und Rees gaben beunruhigende Erklärungen ab und wiesen darauf hin, daß kosmische Strahlung, die höhere Energiewerte erreicht, als wir sie in unseren Teilchenbeschleunigern zu erzeugen vermögen, seit Milliarden von Jahren Atomkerne in der Erdatmosphäre bombardiert, ohne daß es dabei zum Vakuumzerfall gekommen wäre. Auf der anderen Seite seien wir imstande, erklären sie weiter, Zusammenstöße mit höherer Energie hervorzurufen, als der Aufprall kosmischer Strahlung auf die Erde sie je erzeugt habe, wenn es uns gelänge, die in Teilchenbeschleunigern erzeugte Energie um ein Vielhundertfaches zu steigern. Die eigentliche Frage allerdings heißt nicht, ob es auf der Erde zu dieser Art Blasenbildung kommen kann, sondern ob sie bereits zu irgendeiner Zeit nach dem Urknall irgendwo im beobachtbaren Universum stattgefunden hat. Hut und Rees haben dargelegt, daß in äußerst seltenen Fällen zwei kosmische Strahlen frontal aufeinanderstoßen, wobei Energien frei werden, die milliardenfach höher liegen als die in den gegenwärtigen Teilchenbeschleunigern erzeugten. Wir brauchen also wohl bisher keine Behörde, die da ordnend eingreift.

Paradoxerweise könnte die Entstehung einer Vakuumblase - eben das Phänomen, das die bloße Existenz des Universums bedroht in einem nur leicht veränderten Zusammenhang dessen einzig mögliche Rettung bedeuten. Die einzig sichere Möglichkeit dem Tod des Universums zu entgehen, besteht darin, ein neues zu erzeugen, in dem man Zuflucht finden kann. Man könnte das für das letzte Wort auf dem Gebiet überhitzter phantastischer Spekulation halten, doch wurde in den letzten Jahren viel von "Kind-Universen" gesprochen. Die Argumente, die für deren Existenz angeführt werden, lassen sich keineswegs von der Hand weisen.

Anmerkung: Colemann-De Luccia - Aufsatz Es ist Coleman und De Luccia gelungen, den Zerfall des Vakuums in einem mathematischen Modell darzustellen und zu zeigen, wie das Phänomen sich ereignet. Sie stellten fest, dass der Zerfall an einem zufälligen Ort im Raum beginnt, indem sich eine von instabilem falschen Vakuum umgebene winzige Blase aus echtem Vakuum bildet. Gleich nach ihrer Entstehung wird sie sich mit einem Tempo ausdehnen, das sich rasch der Lichtgeschwindigkeit annähert. Damit nimmt sie einen immer größeren Bereich des falschen Vakuums in sich auf und wandelt es unverzüglich in echtes Vakuum um. Die Energiedifferenz zwischen beiden Zuständen − die den ungeheuren Wert von 1087 Joule pro cm3 Raum haben kann − konzentriert sich in der Wandung der Blase, die sich durch das Universum wälzt und alles mit Vernichtung bedroht, was ihr in den Weg kommt. Den ersten Hinweis auf die Existenz einer Blase aus echtem Vakuum würde uns ihr Eintreffen liefern, wobei die Vorwarnzeit nicht einmal drei Minuten betrüge. Damit würde sich die Quantenstruktur unserer Welt mit einem Mal verändern. Von einem Augenblick auf den nächsten würden sich die Wesen aller Elementarteilchen sowie ihre Wirkungen drastisch verändern; beispielsweise könnten Protonen ganz plötzlich zerfallen. Das Ergebnis wäre ein schlagartiges Verdampfen aller Materie, also augenblickliche Vernichtung. Was wäre denn bei all dem das Fazit ? Werden wieder Götter von einem Himmel herabsteigen und sich Wesen erschaffen ? Sind es diesmal wir gar selbst ? Was werden diese Geschöpfe in ihren Mythen zu berichten haben, in jenen neuen Kind-Universen ? Alles bleibt für ewig wie es ist und es gibt nur die ewige Wiederkehr ? Zusätzlich beschleicht mich ein völlig absurder Gedanke, wenn alles wiederkehrt, haben wir uns etwa selbst erschaffen, weil wir aus der Zukunft kamen ? Quellenangabe: http://www.zeit.de/1997/06/titel.txt.19970131.xml http://www.tabvlarasa.de/29/Lemar.php

Warum wollen wir glauben?

Mit diesem Beitrag möchte ich drei Ziele erreichen:
Erstens geht es mir um unsere Motivation.
Zweitens soll gezeigt werden, dass es Kräfte gibt, die Objekte des Glaubens sein wollen.
Drittens soll beispielhaft gezeigt werden, wie unser Wille, zu glauben, bedient wird.

Erstens: Was treibt uns dazu, an Gottheiten zu glauben?
Vielleicht kommen wir der Antwort näher, wenn wir uns überlegen, was wir von der Gottheit oder den Gottheiten erwarten.
Der angenehmste Ort für ein werdendes Kind ist der Mutterleib. Von dort wird es jedoch nach neun Monaten in die oftmals wenig gastliche Welt gestoßen. Hat das Kind aber ein hohes Maß an Glück, dann trifft es auf eine Mutter, die ihr Kind nicht nur biologisch, sondern auch gefühlsmäßig erwartet und sich deshalb darauf gefreut hat, die nicht nur Tisch und Bett, sondern auch ihre Freude über das Kind mit dem Erzeuger des Kindes teilt. Geliebt und umsorgt von Mutter und Vater, erlebt das Kind eine schöne Zeit, sofern es das Glück gut mit ihm meint.

424293_R_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.de (um 1900)
An dieser Stelle rief ich die Website Pixelio auf und suchte nach einer jungen Menschenfamilie. Kinder fand ich, auch viele Frauen, sogar einige Frauen mit Kind, doch das, was nach meinem Verständnis erst eine Familie ist, das fand ich nur auf einer alten Aufnahme um 1900. 110 Jahre später scheint es diese Familienform zumindest auf Fotos nicht mehr zu geben.
Ist das ein Rückfall in früheste Menschheitsgeschichte?
Glauben wir den Mythen, gab es in den frühen Zeiten der Menschheit bereits einmal eine Zeit, da beteten die Menschen eine für mächtig gehaltene Göttin an. Von Göttern war nicht die Rede.


Das vom Glück verwöhnte Kind wird größer und stellt immer häufiger fest, dass seine Eltern keine fehlerfreien Engel sind. Außerdem stellt es fest, dass es als junger Erwachsener gar nicht immer so einfach ist, den Widrigkeiten des Lebens ohne Blessuren zu begegnen. Die Zeiten sind vorbei, in denen Mama oder Papa alles geregelt haben, jetzt muss er selbst aktiv werden.
Aber die in frühester Kindheit erlebte Liebe und Geborgenheit ist nicht vergessen. Sie findet sich nun in einer unausgesprochenen Sehnsucht danach. Die von den Eltern erfahrene Liebe und Geborgenheit wird auf mächtige und vollkommene Wesen übertragen. Da alle Menschen fehlerbehaftet sind, kommen sie nicht mehr infrage, Objekt der neuen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit zu sein. Über den Menschen stehen die Götter, also werden sie zum Objekt der Sehnsucht.


Zweitens: Es gibt Wesen, die sich gern als Objekt der Sehnsucht präsentieren.
Den Aufzeichnungen der Sumerer können wir entnehmen, dass Besucher aus dem All auf die Erde kamen und den Menschen erschufen. Das Alte Testament bestätigt weitgehend die Aufzeichnungen des ältesten Kulturvolkes, der Sumerer. Abweichungen gibt es vor allem dort, wo die Sumerer über verschiedene Götter berichten, während die Verfasser des Alten Testamentes bestrebt waren, ihr Volk zum auserwählten Volk eines einzigen Gottes zu machen. Das hatte zwangsläufig zur Folge, dass einige Widersprüchlichkeiten im Alten Testament lediglich darauf zurückzuführen sind, dass sich bei den Sumerern verschiedene Götter stritten, während das bei einem einzigen Gott zu scheinbaren Stimmungsschwankungen führen muss.
Bei den Sumerern liegt die Macht im Wesentlichen bei den männlichen Göttern, aber die Göttinnen wurden zumindest nicht verschwiegen. Im Alten Testament gab es praktisch keine Göttinnen mehr. Der einzige und wirkliche Gott der Juden deckte alles ab.
Er war nicht nur bereit, die Anbetung seines Volkes anzunehmen, er forderte sie ausdrücklich.


Drittens: Was bleibt von unserer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit?
Bis zum heutigen Tag neigen die Religionsgemeinschaften dazu, die Unterwerfung der Menschen für eigene Ziele zu nutzen. Dabei muss fairerweise gesagt werden, dass es inzwischen gar nicht mehr die Gottheiten selbst sind, die dieses und jenes fordern, es sind die Verwalter der auf Gott zurückzuführenden Macht, die ihre Anordnungen angeblich direkt von Gott erhalten.
Wir Menschen suchen nach vollkommenen Wesen, die uns die Liebe und Geborgenheit aus unserer Kindheit, ins Erwachsenenalter überführen.
Doch statt der herbeigesehnten vollkommenen Wesen treffen wir auf etliche Menschen, die sich zwar auf Gott berufen, dabei aber nur ihre persönliche Macht und die Macht ihrer Organisation im Auge haben. Dass sich Gott nicht mehr den Menschen zeigt, ist für diese Machtverwalter das Beste, was geschehen kann, sie können alles behaupten und fordern, denn kein Gott erscheint und fordert Rechenschaft.

Nicht nur im religiösen Bereich sehnen wir uns nach etwas. Wenn es dann so aussieht, als könnte diese Sehnsucht erfüllt werden, dann geschieht mit uns das, was angeblich Liebenden widerfährt: Wir werden blind.

Wolf-Gero

Nachsatz: Liebe Leserinnen und Leser! Dieser Beitrag handelt zwar auch von Religion, aber auf einer Ebene, die man auch dann verstehen kann, wenn man sich damit nicht ständig befasst. Bestimmt habt Ihr das eine oder andere zu berichten, kritisieren oder zu ergänzen.  Nur Mut!