Donnerstag, 10. April 2014

Vegetarisch glücklich - selig vegan

 




Aus "Chefkoch" Foto c) Schrat

Kleine Abhandlung über die Geschichte der fleischlosen Ernährung

„Ein gestandener Mann braucht ein Stück Fleisch auf dem Teller!“ „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft!“
Wer kennt sie nicht, diese losen Sprüche, schnell und bedenkenlos dahin gesagt, Floskeln, gespickt mit z.T. gefährlichen Irrtümern und ohne Wahrheitsgehalt; denn sie implizieren die Behauptung, dass der Tod von Tieren menschliches Leben und Gesundheit fördert.
Mittlerweile sieht auch die Wissenschaft nicht mehr in der fleischlosen Kost eine exotische Ernährungsvariante einiger irregeleiteter menschlicher Spezies oder gar eine „psychische Erkrankung junger Frauen“, wie das angebliche Ergebnis einer Auftragstudie (wahrscheinlich der Fleischindustrie) zu vermelden wusste, sondern eine ernst zu nehmende, wichtige, der Gesundheit dienende Entscheidung von Menschen, die sich ihrer Verantwortung für die Mitwelt bewusst geworden sind.
Dabei ist Vegetarismus keine Erfindung der Neuzeit, schon in der vorchristlichen Antike in Europa (unabhängig davon auch in Indien) wurde der Vegetarismus als „Enthaltung vom Beseelten“ bezeichnet, Mythen erzählen von einem märchenhaften Volk, den Lotophagen, die als Nahrung ausschließlich die süße Frucht der Zauberpflanze Lotos genossen hätten wie Herodot behauptete, aber kein geringerer als Homer berichtete zuerst von diesem friedfertigen Naturvolk. Auch Diodor beschreibt „Holz-, Samen- und Wurzelesser“ in Äthiopien. Neben der positiven Bewertung der fleischlos lebenden Völker, die als friedfertig, gerecht und fromm beschrieben werden, berichten sowohl Hesiod (Werke und Tage), Platon (Staatsmann), Ovid (Metamorphosen) in ihren Werken über ein sagenhaftes „Goldenes Zeitalter“, in dem die Erde noch alles an Nahrung selbst hervorbrachte ohne Zutun des Menschen, der sich ausnahmslos fleischlos beköstigte. Ab dem 6. vorchristlichen Jahrhundert wird Vegetarismus als historisches Phänomen bezeugt. Die religiöse Bewegung der Orphiker und die Anhänger des Pythagoras lehnten Eier und die damals allgemein üblichen rituellen Tieropfer ab; ihre Seelenwanderungslehre führte zu einer höheren Wertschätzung des Lebens der Tiere, Emphedokles gar trat im 5. Jahrhundert v. u. Z. als radikaler Vertreter des Vegetarismus und für die Verschonung aller Tiere hervor, zudem schrieben die antiken Vegetarier der Fleischnahrung nachteilige Auswirkungen auf asketische und philosophische Bestrebungen zu, in ihrer ethisch-religiösen Motivation verwarfen sie Tieropfer und betonten die Gemeinsamkeit zwischen Tieren und Menschen. Die Frage nach den ethischen Pflichten gegenüber den Tieren wurde damals wie heute kontrovers diskutiert. Die Philosophenschule der Platoniker zeichnete sich durch einen hohen Anteil an Vegetariern und Tierfreunden aus, während sich in anderen Schulen, wie die der Epikureer, der Stoiker und Peripatetiker kaum oder gar keine fleischlos lebenden Schüler befanden. In ihrem extrem anspruchslos Leben verzichteten die Kyniker auf Fleisch, aber ohne diese Einstellung zum Prinzip zu erklären. Zu erwähnen wären noch die Manichäer, deren innerer Kreis (ähnlich wie bei den späteren christlichen Katharern des beginnenden zweiten Jahrtausends) die Electi („die Auserwählten“), nicht töteten, ganz auf Fleisch, grundsätzlich auf Eier verzichteten, während für den breiteren äußeren Kreis der Gemeinschaft die Ernährungsvorschriften nicht ganz so streng gehandhabt wurden.
Bei der Behandlung von Christentum und seine Stellung zum Vegetarismus stellt sich die Frage der Fragen: War jener Mann namens Jesus, der schon seit über 2000 Jahren die Gemüter der Menschen des ganzen Erdballs beschäftigt, war jener Jeshua mit den Ehrennamen Christus – Erlöser/Erretter, mit denen ihn seine einstigen Zeitgenossen bedachten, Vegetarier? Viele „moderne“ Christen bezweifeln bzw. bestreiten diesen Umstand, aber es gibt noch alte Schriften, die nicht verloren gegangen sind und eindeutig den Vegetarismus der Jünger Jesu, der Apostel, belegen und damit auch den Vegetarismus des Wanderpredigers, der im weißen Bräutigamskittel das damalige Palästina durchzog und seine Lehre von Liebe und Frieden predigte. Die Frage erklärt sich fast von selbst zieht man die Residuen der alten außerkanonischen Texte zu Rate wie z.B. die der „Pseudoklementinen“, die von Petrus selbst stammen sollen. Hier ist eindeutig in Predigt XII zu lesen: „Das widernatürliche Essen von Fleisch ist ebenso vergiftend wie die heidnische Anbetung von Teufeln mit ihren Opferungen und unreinen Festen. Durch Teilnahme wird der Mensch zum Tischgenossen von Teufeln“. Und was sagt der Apostel zur eigenen Ernährung? „Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten ein Gemüse zufüge.“ Weiterhin beschreibt Clemens von Alexandria (*150 in Athen, + 215 Kappadokien) in seinem Werk Padaigogòs („der Erzieher“), dass der Evangelist Matthäus hauptsächlich von Pflanzenspeisen gelebt und nie Fleisch berührt habe (Padaig. II,1). Ein weiterer früher Kirchenvater, der Bischof Eusebius von Caesarea (264–349), zitierte in seiner Kirchengeschichte (II,2,3) einen der frühesten Kirchenschriftsteller Hegesippus (*100, +180 in Jerusalem), nach dessen Niederschrift der Apostel Johannes niemals Fleischkost genossen habe. In der gleichen Quelle wird Jakobus der Jüngere (nach Hegesippus ein Vetter Jesu, Sohn des Klopas/Alphäus eines Bruders des Joseph, oft auch mit dem Beinamen der Gerechte betitelt), als heilig von Mutterleib an beschrieben, der keinen berauschenden Getränken zusprach, und nichts verzehrte, was beseelt war (II,23,5.6). Dass dieser erste Führer der jüdisch-christlichen Gemeinde Jerusalems, zweifelsohne ein sehr naher Verwandter des Jesus von Nazareth, nach heutigen Begriffen vegetarisch lebte, kann als eindeutiger Beweis für eine gleichfalls fleischlose vegetarische Ernährung des Jesus von Nazareth gewertet werden, dabei ist es vollkommen belanglos, ob Jesus der Essaier-Gemeinschaft angehörte oder nicht. Sein „letztes Abendmahl“, bei dem sich offenbar kein Fleisch auf der Seder-Platte befand; denn er verteilte Brot und Wein mit den bekannten Einsetzungsworten unter die Jünger, spricht ebenfalls für einen vegetarischen Jesus.
Drei weitere nachchristliche wichtige Zeugen des vegetarischen Lebens der frühen Christen sollen nun sozusagen als Zeugen benannt werden, bevor auf die gewaltsame Veränderung des vegetarischen Christentums in die heutige Form der fleischverzehrenden christlichen Kirche eingegangen werden soll. Ein weiterer der ältesten „lateinischen“ Kirchenväter bzw. -stifter Tertullian (160-222) teilt um etwa 200 die jungen christlichen Gemeinden sogar in zwei Gruppen: In die „wahren“, fleischlos lebenden Christen und in die „Leiber ohne Seelen“, die ähnlich wie Paulus, Fleisch und Alkohol nicht abgeneigt waren (obwohl Paulus selbst – wie im Toledot Jeshu überliefert – davon berichtete, dass Jesus (posthum) ihm angeordnet habe, dass er enthaltsam, ohne Alkohol und Fleischverzehr, leben müsse, bevor er in Kontakt mit ihm treten könne).
Wenn wir den kenntnisreichsten „lateinischen“ Kirchenstifter, den wir in Hieronymus von Stridon finden, dem Schöpfer der „Vulgata“, sprechen lassen wollen, so erfahren wir von ihm, dass er sich gegen die Anordnungen des Papstes Damasus I. auflehnte, der von ihm eine Übersetzung der gesamten Texte der Bibel fordert. Die Begründung des Heiligen, dass er zwar die alten Sprachen verstehe, da sich aber die Sprache verändert habe, er nicht wisse, was die „Alten“ gemeint haben, ob er es richtig interpretieren würde und gezwungen sei, sozusagen eine völlig neue Bibel zu schaffen, ließ der Papst nicht gelten. So war Hieronymus zwar das große Werk gelungen, aber es bestehen Zweifel darüber, wieviele der alten Texte dem Geheiß des Damasus zum Opfer fielen. Jedenfalls wusste Hieronymus von der fleischlosen Ernährung der frühen Christen und des engsten Kreises um Jesus und sprach z.B. von „cibi innocentes“, den unschuldigen Speisen, die ohne Blutvergießen gewonnen werden. Deutlicher erfährt man sein Wissen durch die Sätze: „ Der Genuss von Tierfleisch war bis zur Sintflut verboten; seit der Sintflut aber gibt man uns die Nerven/Fasern und den stinkenden Saft des Fleisches unter die Zähne, gleich wie man dem murrenden Volk in der Wüste Wachteln vorwarf. Jesus Christus, der am Ende der Tage gekommen ist, hat das Ende an den Anfang (Genesis 1, 29-30) zurückgeführt, so dass es uns heute nicht mehr gestattet ist, Fleisch zu essen“ (Lib. I, Adversus Jovinian). „Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht; eine mäßige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab: Die Dünste der Fleischspeisen des Geistes“. Diese Aussage könnte evtl. von einem Wissenschaftler der Neuzeit stammen, ist aber die Erkenntnis des Hl. Basileus, eines der frühen Kirchenlehrer, der von 330-379 lebte.
Die Rolle Konstantin des Großen, des Heliosverehrers, der sich aller Wahrscheinlichkeit nach – wenn überhaupt - erst auf dem Totenbett zum Christentum bekehrte, sich selbst als „Sol invictus“ betrachtete (im Grunde in Konkurrenz zu Jesus) und sich deshalb auch als „Bischof der inneren Ordnung“ auf dem Konzil zu Nicäa 325 verstand, ist nicht zu unterschätzen und von tief greifender Entscheidung. In dieser Position griff er in den „Arianischen Streit“ ein, entschied nach seinem eigenen Geschmack und Dafürhalten, welche Evangelien in den biblischen Kanon eingebunden werden sollten und begann eine verheerende Verfolgung der christlichen Vegetarier, denen oftmals zur Strafe der Hals mit Blei ausgegossen wurde. In der Folge lebten Vegetarier gefährlich, Die kirchliche Hybris erreichte ihren Höhepunkt im Bannfluch des Papstes Johannes III, (561-574) der auf der 1. Synode von Braga (Portugal) Vegetarier mit einem Anathem belegte:“Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält …. und auf sie verzichtet ….sei er mit einem Bannfluch belegt“. Vegetarisch lebende Christen mussten fortan um ihr Leben fürchten, sie wurden bekämpft und ausgelöscht, das gravierendste Beispiel die vegetarischen, urdemokratisch lebenden Katharer, einer christlichen Bewegung hauptsächlich im Süden Frankreichs zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. Nach etwa einjähriger Belagerung der Katharer-Burg Montségur von 1243 bis zum Frühjahr 1244, mussten die Besatzung der Burg aufgeben, 225 Katharer, die nicht ihrem Glauben abschwören wollten, wurden lebendigen Leibes verbrannt.
Konstatin der Große - Kolossalstatue c) Wikipedia Röm. Museen

 


 
Von dem kleinen Heiligen, Franziskus von Assisi, wird zwar immer wieder behauptet, dass er nicht fleischlos gelebt habe, doch diese Behauptung kann den überlieferten Tatsachen nicht standhalten: Seine eigenen Aussagen und viele Erzählungen um und über Franziskus beweisen das Gegenteil, darunter auch die rührende Geschichte, dass er einmal einer Fischhändlerin zwei Fische abkaufte, um „Schwester Schleie“ wieder in ihr ursprüngliches Element freizulassen.
Es dauerte nun bis zur frühen Neuzeit, bis wieder prominente Persönlichkeiten für einen ethisch motivierten Vegetarismus eintraten, Namen wie Leonardo da Vinci und Pierre Gassendi im 15. und 16. Jahrhundert sind hier hervorzuheben, der Engländer Thomas Tyron im 17. Jahrhundert. Ab Beginn des 18. Jahrhunderts breitete sich die Idee des Fleischverzichts in der Ernährung besonders im angelsächsischen Raum aus, die schließlich in die Gründung des ersten Vegetariervereins in London im Jahre 1801 mündete, dem bald ähnliche Gruppierungen in anderen Städten folgten. Im 19. Jahrhundert zeigte sich als prominentester Wortführer des ethisch motivierten Vegetarismus der Dichter Shelley. Als sehr prominenter Repräsentant in der englischen Öffentlichkeit erwies sich ebenfalls George Bernhard Shaw, in Russland machte sich Lew Nikolajewitsch Tolstoi für die fleischlose Ernährungsweise stark. In Deutschland gilt Gustav Struve als Begründer des Vegetarismus, der 1868 für Stuttgart und Umgebung den ersten vegetarischen Verein gründete, der heute noch besteht. In der Vielzahl von Gruppen, Vereinen und Initiativen, die sich nun bildeten kristallisierten sich immer stärker die Aspekte des Tierschutzes heraus, eine sog. „Veredelung“ des Menschen durch Fleischverzicht wurde für möglich gehalten, der prominenteste Vertreter dieser Strömung zeigte sich in Richard Wagner, der die allgemeine Abkehr vom Fleischverzehr und von den Tierversuchen forderte. 1946 wurde die Vegetarier-Union Deutschlands gegründet, ab 1985 unter dem Namen Vegetarier-Bund Deutschlands bekannt, 2008 umbenannt in Vegetarierbund Deutschland.
Durch den Einfluss des Doktors von Lambarene, des Pfarrers, Musikers und Arztes Dr. Albert Schweitzer, der sich seit seiner Jugend sehr intensiv mit der tödlichen Gewalt gegen Tiere auseinander setzte, erfuhr die Behandlung dieser ethischen Problematik immer mehr Beachtung, das von Albert Schweitzer entwickelte Prinzip der „Ehrfurcht vor dem Leben“ spielt gerade auch in heutiger Zeit eine immer größere Rolle bei der Ausbildung des ethischen Bewusstseins, ebenso wie Gandhi, einem weltweit bekannten Vertreter der Gewaltlosigkeit und Befürworter des Vegetarismus.
Eine ganz andere Qualität, ja eine Zäsur, erfuhren Tierschutz- und Vegetarismusbewegungen 1975 mit dem Erscheinen des Buches „Animal Liberation“ von Peter Singer mit der Argumentation, dass es keine moralische Rechtfertigung gäbe, die das Leid eines Wesens, gleich welcher Natur es sei, nicht in Betracht zu ziehen. Spezielle „nichtmenschliche Tiere“ (zum Beispiel sog. „Nutzvieh“) vom Gleichheitsprinzip auszuschließen, wäre ebenso willkürlich wie Menschen anderer Hautfarbe, Religion oder wegen Geschlechtes davon auszunehmen. Helmut F. Kaplan, ein Mitbegründer der Tierschutzpartei, betont die wichtige strategische Position des Vegetarismus zur Förderung des Veganismus („wer Veganer will, muss den Vegetarismus fördern“), der, über die fleischlose Ernährung hinaus, auf alle tierischen Produkte, auch von lebenden Tieren, verzichtet.
Die gute Nachricht: Schätzungen zufolge erfährt die vegetarisch/vegane Bewegung weltweit einen täglichen Zuwachs von 4000 Menschen, das bedeutet täglich 4000 Schritte in die richtige Richtung auf einen guten Weg zur gemeinsamen leidfreien Zukunft von Menschen und Tieren, Zeiten, die schon in den uralten Texten der Bibel prophezeit wurden, in denen der Löwe Stroh frisst und ein Kind ihn hüten kann, so wie es schon zu allen Zeiten viele „großen Geister“ der Menschheit ausdrückten, wie z.B.:

Pythagoras:
„Reichtum spendet die Erde,
verschwenderisch friedsame Nahrung,
und sie gewährt euch Gerichte,
die frei sind vom Mord und vom Blute“.

Leonardo da Vinci
„Ich habe schon in jüngsten Jahren
dem Essen von Fleisch abgeschworen,
und die Zeit wird kommen, da die Menschen -
wie ich – die Tiermörder mit gleichen Augen
betrachten werden, wie die Menschenmörder“.

Ferdinand August Bebel – Mitbegründer der SPD
„Offenbar tritt in dem Maße wie die
Kultur sich hebt, an die Stelle der
Fleischkost die Pflanzenkost.“
  

Text c) Elke Gelzleichter 2013
 
 
 Patrik Baboumian, "Strong Man"    2013 Veganer
 
n.b.:Wussten Sie, dass Vegetarier/Veganer mehr für Klima- und Umweltschutz tun als noch so hoch motivierte Fleischesser, die Produktion eines Kilogamm Rindfleisches erfordert 9000 bis 20000 Liter Wasser, die von Gemüse und Getreide gleichen Gewichtes im Schnitt etwa 1500 Liter.
Wussten Sie, dass Vegetarier/Veganer eine höhere Lebenserwartung haben als Fleischesser (im Durchschnitt eine etwa 15 Jahre längere Lebenszeit).
Wussten Sie, dass die Ursächlichkeit der sog. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht, dementielle Syndrome und Krebs von vielen Wissenschaftlern auf den extremen Fleischverzehr in der heutigen Gesellschaft zurückgeführt wird?

 
 
 
 

Montag, 24. März 2014

Pferdepolo - ein Sport, der jeder Beschreibung spottet

Wenn Arroganz und „tumbe“  Eitelkeit zur Tierqual ausarten

"Wo immer der Mensch auf seinem langen Weg zur Zivilisation einen Fußabdruck hinterlassen hat, da ist ein Hufabdruck direkt daneben." (Le Cheval)

...auf seinem langen Weg zur Zivilisation...



Equus przewalski - "Urpferdart" Wikipedia c) SRR







 

 



 



 


    

In alter Zeit wäre es ein leichtes gewesen, diese Worte mit „da sträubt sich die Feder“ zu kommentieren. Heute sträubt sich keine Feder mehr, aber die Haare angesichts des Umgangs und der Behandlung in den verschiedenen Pferdesportarten mit dem treuen Freund aus längst vergangenen Tagen.

 

Viele Pferdesportarten sind in den letzten Jahrzehnten wie Pilze aus dem Boden geschossen, denn am „Freund Pferd“ lässt sich in mannigfacher Weise Geld verdienen. Dazu schreibt der bekannte Veterinär, Pferdesachverständige und Sachbuchautor Dr. vet. Maximilian Pick in Pro Equo und auf www.gute-erde.org wie folgt:

„Das Reiten und Fahren wurde im Sinne einer Reit- bzw. Fahr-„kunst“ gepflegt und der Wunsch nach einem schnellen Pferd schuf den Rennsport. Heute ist das Pferd fast ganz auf den Pferdesport reduziert: Die Freizeitreiter galoppieren - mehr oder weniger gekonnt - durch die Landschaft, die Turnierreiter testen ihr tierisches Sportgerät im Parcours, Viereck oder im Gelände, die Polospieler auf dem Spielfeld. Im Rennsport versucht man mit dem Pferd Geld „zu machen“, man wettet. Vor wenigen Jahrzehnten schwappte aus Amerika ein neuer Trend des Pferdesports, das Westernreiten, zu uns herüber . Wer will nicht auch mal ein Cowboy sein? Muss man wirklich alles, was früher einen Sinn machte, ad ultimo fortsetzen. Wo sind die Grenzen für den Pferdesport?“

 

Es mag sein, dass der Pferdesport zum Erhalt vieler Pferderassen beigetragen hat, aber er hat durch seine überzogenen Anforderungen, durch den maßlosen Ehrgeiz der Sportbetreiber das Pferd, ein sensibles, fühlendes, atmendes Wesen zum Sportgerät verkommen lassen, entgegen dem Tierschutzgesetz, das seit 2002 mit folgendem Text im  deutschen Grundgesetz verankert ist:

Das Tier im Grundgesetz – Artikel 20a GG
Tierschutz: Geändertes Grundgesetz ab 1.8.2002
Weitgehend unbemerkt von der Allgemeinheit stimmte der Bundestag am 17. Mai 2002 mit der erforderlichen qualifizierten Mehrheit für die Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz.
Der Bundesrat stimmte dieser Entscheidung am 21. Juni 2002 zu.
Die Änderung des Grundgesetzes besteht in der Ergänzung des bisherigen Artikels 20 a um die drei Worte »und die Tiere«. Die Neufassung ist zum 1. August 2002 in Kraft getreten.Der neue Art. 20 a Grundgesetz hat nun folgenden Wortlaut:
„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmässigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Massgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“
Beleuchtet man unter dieser Maßgabe nun die verschiedenen hoch dotierten Sportarten, ist nur mit dem althochdeutschen Wort „tumb“ in seiner ursprünglichsten Bedeutung von „verdunkelt“ oder „mit stumpfem Sinn“ die Geisteshaltung jener zu bezeichnen, die in dem Irrglauben, in einem „royalen“ Sport „zu Ehren und Anerkennung“ zu gelangen, sich dem Pferdepolo verschrieben haben.
Denn wie sieht es mit diesem Sport der „Könige“ aus? Was ist edel an dem, was den Polo-Pferden zugefügt wird:
Pferde-Polo  - in allen Variationen: on beach, on snow and ice –
eigentlich müsste man sagen „on the rocks“; denn, was an Anstrengung und Akrobatik dem Tier in dieser Sportart abverlangt wird, kommt der Leistung eines Bergsteigers gleich, nur dass dieser nicht ständig mit dem Treffer eines Schlägers rechnen muss, dass ihm niemand dauernd in die Seiten tritt oder am Kopf reißt.  Was heißt da „Chukka“ (Austausch), wenn die Flanken blutig getreten, die Knochen zerschlagen sind!
Wie würde es klingen, wenn ein Polo-Pferd vor ein Gericht treten könnte, etwa so?
 
 
                                          Foto "Hooke" Wikipedia c) Piktor 08
 

Hohes Gericht!
Mein Name ist „ Dancing Queen“ , ich bin eine Criollo-Stute der Gattung Polo-Pony mit einem Stockmaß von ca. 150 cm, stamme aus Argentinien und muss einen mühevollen, mit Qualen durchsetzten Dienst versehen.
Deshalb klage ich an:
Ich klage meinen Besitzer an, der  – aus Gründen eines ungeheueren Gewinns aus meiner leidvollen Arbeit und des Préstiges in der sog. „noblen Gesellschaft“ -  mich für teures Geld erworben hat,
ich klage meinen Reiter und sämtliche Polospieler im Namen meiner anderen tierischen Mitstreiter auf den Polofeldern der Welt an, die uns zu unnatürlichen Bewegungsabläufen knebeln und immer wieder auf die Knie zwingen, unsere Köpfe ständig und immer auf’s Neue hochreißen, dass die Reitweisen und Schlagtechniken uns große Schmerzen und Verletzungen zufügen, nur um des Geldes Willen.
Hohes Gericht, Sie sehen es meiner schmerzverzerrten Miene und meinen aufgerissenen Augen während des Spiels auf dem Polofeld an, dass ich keine Freude daran empfinde; solche Dummheiten kann nur ein arroganter, irgnoranter Mensch behaupten, der in Wirklichkeit nichts von der Tierwelt und insbesondere nichts von  Pferden versteht. Ich verlange, dass probeweise mit Polospielern diese Schlagtechniken ausgeführt werden, um ihnen zu demonstrieren, was uns zugemutet wird. Lasst ihnen die Schläger an Körper, Kopf und Hals vorübersausen und fragt nicht danach, wenn sie dadurch verletzt werden; denn das müssen sie ebenso wie wir in Kauf nehmen, das gehört zum „Spiel“.
Ich klage die Poloverbände dieser Welt der ständigen Tierqual und –ausbeutung an, denn der Polosport verstößt gegen den Tierschutz. Ich klage gegenwärtige und vergangene Polospieler an, besonders die „royalen“ , die viel zum Erhalt dieses tierschindenden Sportes beigetragen haben. Hohes Gericht, der viel zitierte Johann Wolfgang von Goethe sagte:  „So wie wir unsere Tiere behandeln, behandeln wir auch die Menschen“ und das waren weise Worte, die nie ihre Gültigkeit verloren haben, deshalb verlange ich, die geschändete Kreatur, dass dieser sog. „Sport“ geächtet wird - zunächst in Deutschland mit der Anwendung des Tierschutzgesetzes ohne Ansehen der Person oder seines Portemonnaies -  und dann in der ganzen Welt. Sorgen Sie für diese Ächtung, denn während sich die “schönen“ und nimmersatten, perversen Pelzträger beim Klang der Champagnergläser in St. Moritz zum Polo World Cup on Snow amüsieren, müssen wir Pferde uns abquälen auf eisigem Boden.
Ich als Pferd sehe einen eigenartigen Zusammenhang zwischen gelangweilten Reichen und Superreichen - deren Reichtum zum größten Teil nur aus Ausbeutung stammt - dem Polosport und den Pelzträgern; denn hier greift die Ausbeutung weiter um sich in das Leben unschuldiger Tiere. Sorgen Sie als Richter für Gerechtigkeit und ein Ende unseres Leidens und geben Sie uns unsere Würde wieder; denn „die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt“ (Gandhi).
 
 
 
 
Text c) Elke Gelzleichter 2014


 
 

 

Sonntag, 3. November 2013

Hubertusjagd – Hubertusmessen

Hubertusjagd – Hubertusmessen

 

Wenn das Töten gesegnet wird, die Diskrepanz zwischen dem 5. Gebot und kirchlichem Verhalten.

 





Du sollst nicht töten!

 

Eine einfache klare Aussage ohne Schnörkel und Unterscheidungen z.B. zwischen Menschen und ihren Mitgeschöpfen.

 

Und doch haben sich schon im frühen Mittelalter adelige Christen, das Recht zum Töten herausgenommen, und ihr für sie vorbehaltenes Jagdrecht exzessiv in Anspruch genommen. Hubertus (Hucbertus = glänzend durch Einsicht und Klugheit), der junge Graf von Toulouse, ein Sohn des Herzogs Bertrand von Aquitanien (Guienne) und dessen Ehefrau Hucberne, etwa um 655 bis 658 geboren, war in seiner Jugend von der Mutter und deren Schwester Oda in christlichem Glauben erzogen worden. Ob ihm an seiner Wiege schon gesungen worden war, dass er einst als Bischof von Tongern-Maastricht bzw. von Lüttich sein Leben beschließen würde, bleibe dahingestellt. Zu viele Legenden ranken sich um den Patron Lüttichs und Nationalheiligen Belgiens. Jedenfalls scheint er sich gemäß adeligen Bräuchen schon früh mit kämpferischem Geist und Willen am Hofe von Neustriens Frankenkönig Theoderich III. in Paris ausgezeichnet zu haben, so dass dieser ihn zum Pfalzgraf erhob, ihm dadurch aber den Hass und die Feindschaft des Hausmeiers Ebroin zuzog. Schließlich ließ der junge Pfalzgraf den verderblichen Dunstkreis von Hass und Intrigen, der dem neustrischen Hofe anhaftete und begab sich in die Hauptresidenz Austrasiens, der Stadt Metz, zu Herzog Pippin von Heristal (des sog. „Mittleren“), zu dessen Ehefrau Plektrudis offenbar auch ein verwandschaftliches Verhältnis bestanden haben soll. Hohe Ämter erfüllte er vorbildlich aus und ehelichte mit 26 Jahren die Prinzessin von Löwen, Floribane, die tugendhafte Tochter des Herzogs Dagobert. Das Glück schien vollkommen zu sein, das jedoch mit der Geburt des Sohnes Floribert endete, denn Floribane starb dabei. Schmerzerfüllt zog sich Hucbert in die Wälder der Ardennen zurück, genauer in das grüne Tor der Ardennen, in die Gegend von Clavier Les Avins (ein verrottetes Schild in der „rue de la vanne“ erinnert an ihn), zog als eine Art Nimrod, exzessiv jagend durch die Wälder. Ob es nun ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuzeszeichen zwischen dem Geweih gewesen war, wie es auch die Legende des St. Eustache aus einer früheren Zeit berichtete und diese Erzählweise mit Sicherheit auch daraus entlehnt wurde, oder „nur“ der Blick eines schweißenden, waidwunden Tieres, der ihn bekehrte und zu Lambertus, dem Bischof von Lüttich (bzw. Tongern) reisen ließ, mag dahin gestellt sein. Die Bekehrung zum Christentum, wie es heutigentags gerne dargestellt wird, war mit Sicherheit nicht erfolgt; denn er war von Kindesbeinen an schon getauft und christlich erzogen worden, viel eher trifft der Bericht früherer Quellen zu, dass Hucbert dem Jagd“vernügen“, dem Töten der Mitgeschöpfe abgeschworen habe. Am Hofe Pippins habe er schon Bischof Lambertus von Tongern kennengelernt, dessen Anraten er nun folgte und sich wieder in die Wälder zurückzog, in denen ihm die wundersame Erscheinung begegnet war, zu Studium der heiligen Schrift und in Einsamkeit und Askese sich zum „reinen Geistesmann“ ausbildete. Dazu zog er missionierend durch die Wildnis der Ardennen und Brabants und ließ u.a. in Clavier Les Avins, hoch über dem Quellgebiet des Flusses Hoyoux, dem schmalen „Ventil“ (rue de la vanne), in dem er gelebt und studiert hatte, eine dem fränkisch-merowingischen Nationalheiligen St. Martin geweihte Kirche bauen, die heute noch den Anschein gibt, zum schmalen Tälchen des jungen, bachgleichen Hoyoux den Hang hinunter stürzen zu wollen, eine von vielen Kirchen im Laufe von Hucberts apostolischem Wirken.
 
   
 

      Clavier Les Avins mit der Martinskirche des St. Hubertus                                                    St. Martin in Les Avins
 
Eine Pilgerfahrt nach Rom, noch zu Zeiten des Papstes Sergius, soll seine Studien beschlossen haben, wo ihn auf dieser gefahrvollen Reise die Nachricht vom Märtyrertod des Bischofs Lambert erreicht haben soll, der 705 in seinem Haus in dem kleinen Ort Leonidum, dem späteren Lüttich, ermordet worden war. Diese Geschichte entbehrt aber eines gewissen Wahrheitsgehaltes, da Papst Sergius etwa schon um 701 gestorben war. Andere Berichte, denen zufolge Hucbert schon nach vorheriger Weihe durch Bischof Lambertus zum Priester sein Leben ganz in die Nachfolge Christi gestellt und seinen Besitz und seine Güter mit den Armen geteilt habe, in Demut und Liebe zum Nächsten, erscheinen da wahrscheinlicher. Den Sohn Floribert habe er in die Obhut seines Bruders gegeben. Sein Wirken als Glaubensbote, seine Beliebtheit unter der Bevölkerung in Brabant und den Ardennen verliehen ihm den besonderen Ehrentitel „Apostel der Ardennen“. Eine andere, immer wieder kolportierte Legende behauptet über den Heiligen, er sei von Papst Sergius selbst (Jahreszahlen schwanken zwischen 695-698) zum Priester und Bischof von Maastricht geweiht worden, anlässlich dieses Geschehens sei ihm auch der heilige Petrus erschienen und habe ihm seine Schlüssel verliehen, als Zeichen zum Lösen und Binden, eine wundertätige Stola habe sich dabei herabgesenkt, deren Fäden in späterer Zeit gegen pestilenzartige Gebrechen und Tollwut Wunder gewirkt haben solle.. Außerdem sei er schon vorher in der Diözese eine starke Hilfe des Bischofs Lambertus gewesen und sei deshalb einstimmig zum Nachfolger des als Märtyrer Hingeschiedenen gewählt worden. Ab 705 wird Hucbertus bzw. Hubertus als Bischof von Tongern-Maastricht in den Annalen Lüttichs geführt, und bekam als besonderes Privileg die päpstliche Erlaubnis, Lüttich als Bischofssitz zu erwählen, erbaute eine Kathedrale an dem Tatort des Lambert’schen Todes (heute durch vier Metallsäulen vor dem bischöflichen Palais gekennzeichnet), in der auch die Gebeine des Hl. Lambertus geborgen wurden. Nach einem arbeitsreichen Leben starb Bischof Hubertus von Lüttich im Mai 727 in Tervueren und wurde in der heute untergegangenen Kirche St. Peter zunächst an einem Nebenaltar beigesetzt. Am 3. November 843 ließ der fränkisch-karolingische Hausmeier Karlmann die Gebeine des Heiligen, der mittlerweile zu den Nothelfern der Kirche zählte, erheben und am Hauptaltar der gleichen Kirche beisetzen, und als 822 das von ihm gegründete Kloster Andiagum (Andage – heute Saint Hubert) um seine Gebeine bat, wurde diese Bitte gnädig gewährt. In der Französischen Revolution verschwanden auch die sterblichen Überreste des hl. Hubertus wie so viele von großen Fürsten und Heiligen in den blutigen Wirren jener Zeit.
 

 
 

 

        St. Hubert und Petrus unter der Kanzel der Kathedrale Notre Dame et St. Lambert in Lüttich sowie der Fürst der Finsternis in Ketten
 
 

Dass Hubertus immer noch als Jäger abgebildet wird, sollte eigentlich aufzeigen, dass er ein von der Jagd Abgewandter war. Das signalisiert auch die weiße Skulptur des Heiligen aus Lüttich im Bischofsgewand mit dem Hifthorn im Arm, an der Seite des Apostels Petrus mit den Schlüsseln zum Lösen und Binden, unter der Kanzel der Kathedrale in Lüttich, an die der Fürst der Finsternis in Ketten gelegt wurde.

Wie irren sie doch jene, die heute Hubertusmessen abhalten und das Töten segnen, es ist ein Widerspruch gegen das göttliche Gebot und die Erkenntnis des heiligen Hubertus, der von der katholischen Kirche als einer der vier himmlischen Marschälle angesehen wird:

Denn mahnend dringt immer noch in unsere Zeit das, was er in Demut vorlebte: Das Wissen um die Heiligkeit des Lebendigen, den achtsamen Umgang mit der Schöpfung und die Einhaltung des 5. Gebotes: 
 

Du sollst nicht töten.


 
Am Hoyoux in Clavier Les Avins - hier lebte St. Hubertus sieben Jahre
 



Text und Fotografien: Elke Gelzleichter 3.11.2013
Hubertusminiatur Wikipedia gemeinfrei
 






Dienstag, 27. August 2013

Snow-Polo –Glitzerfassade und das Grauen der Pferde

Snow-Polo –Glitzerfassade und das Grauen der Pferde

Der Sport einer oberflächlichen Gesellschaft und die Realität dahinter

Snow Polo Wikipedia c) Frédéric de Goldschmidt www.frederic.net
 
Edle Pferde und adelige Gesellschaft haben eines gemeinsam, ihren Stammbaum. Nichts, so scheint es, hat sich geändert seit jenen grauen Vorzeiten, seit aus den Stammeshäuptlingen europäischer Völker und Gefolgschaften sich Adelsgeschlechter herausbildeten, bis in unsere Tage, in denen der sie „beerbende“ Geldadel glaubt, es - als vermeintliche Prätendenten der Macht - ihnen gleich tun zu müssen. Und sie tun es ihnen wirklich gleich – wie einst so jetzt: Mehr Schein als Sein. Der Glanz königlicher Hoftage oder der Prunk von Galafesten adeliger Höfe, wie des französischen Hofes, die den geladenen Gästen immer wieder ermöglichten, sich selbst in Auftreten und „äußerem Dekor“ zur Schau zu stellen, um Macht und Geld zu demonstrieren* wird gekonnt von den dekadenten Nachfolgern einer bereits untergegangenen Gesellschaft nachgespielt und immitiert. Als Ersatz der verschwundenen höfischen Festivitäten bieten sich nun andere „Events“ an, vorzugsweise Poloveranstaltungen – genauer Snow-Polo; denn zu welcher Gelegenheit können schon Lady Strotz und Herr von Protz ihre Pelze (eine weitere Form der Tierausbeutung) zum Lüften tragen? Mehr Pelz am Mensch als am Tier, diese Tatsache beweist mühelos ein Video der Sendung „taff“ des Senders Pro Sieben:
 
 
 

Ob in St. Moritz, Kitzbühel, Aspern oder sonstwo, überall in der Welt das gleiche Bild zur Winterzeit: Bepelzte Showstars in eigener Regie – von der Skandalnudel, über die Botox-geglätte Frau von Sowieso bis zum in Lederhose und langem Pelzmantel gestylten Bauunternehmer – alle und alles glitzert und blinkt an Hals, Brust und Armen durch die neuesten Errungenschaften echter und frappierend gut immitierter Juwelen vor den traumhaften Kulissen der beschneiten Bergwelt. Über dem Riesenmeeting der Reichen und Superreichen schwebt unverkennbar Champagnerduft, obligatorisches Attribut solcher Veranstaltungen. „Ohne Champagner ist Snow-Polo kein Snow-Polo“ meint eine junge Pelzträgerin mit schwerer Zunge. Nein, man spricht nicht darüber, was das eine oder andere „Schnäppchen“ am Hals der Begleiterin oder am eigenen Handgelenk gekostet hat, man trägt nur die Rolex zur Schau, erwähnt den Besuch bei Cartier oder die Anschaffung des neuen „Bootes“...Die Kostenfrage spielt keine Rolle, deren Kenntnis wird vorausgesetzt. Aber es lässt sich ja auch so angenehm plaudern – ganz „entre nous“ – über... na, was war das noch? Weshalb trifft man sich? Ach, jaaa! Polo! Man fachsimpelt über Schlagtechniken wie „Nearside“ und „Backhand“, ohne wirkliches Wissen, und auf der Suche nach einem Absatzmarkt für die eigenen Produkte unterläuft auch der eine oder andere Lapsus linguae, nämlich mit dem vermeintlichen eigenen „Reichtum“ zu prahlen: Mein Geld, mein Haus, mein Auto ...meine Poloponies (zum Amusement des wahren Geldadels)!
Während dessen sausen – wie beim Polo auf dem grünen Rasen – den geknechteten Polopferden wieder die Knüppel um die Ohren, sie werden gezwungen, mit durchhängendem Rücken einem roten Ball nachzujagen – die angstvoll aufgerissenen Augen sprechen Bände; denn zu allen Verletzungsgefahren, die von den wirbelnden Schlägern herrühren und aus den oft brutalen Sporentechniken, gesellen sich noch die Rutschgefahren auf dem Eis hinzu, die von dem Polopferd sozusagen die Trittfestigkeit einer Gemse erfordert. Das siebenminütige Auswechseln der Pferde (jeder Poloteilnehmer muss deshalb vier Ponies zur Verfügung stellen), „Chukka genannt“, soll die Tiere entlasten. Doch es fragt sich der unvoreingenommene, denkende Mensch wie innerhalb von 7 Minuten ein naturgemäßes Angst- und Fluchttier sich von derartigen Strapazen nachhaltig erholen soll? Verdeutlicht sich hier nicht der maßlose Ehrgeiz und Siegeswille einer gewinnorientierten dekadenten Gesellschaft? Das geckenhafte Auftreten der „Helden in Strumpfhosen“, den gnadenlosen Polospielern selbst, in dem oftmals fast lächerlich wirkenden Outfit bekannter Modeschöpfer, tut ein Übriges dazu.
Und was gewinnen die eigentlichen „Sportler“, die Polo-Ponies? Ach, wie schön, da gewinnt schon mal das beste Polo-Pony eine Pferdedecke aus Alpaka-Wolle! Ob es das zu schätzen weiß?
 

                                                   
                                                    Polo Schnittverletzung Wikipedia c) Dee lite
 
Bei dieser sog. Sportart sind eindeutig immer wieder Verstöße gegen das deutsche Tierschutzgesetz festzustellen! Ist diese Lobby ist zu mächtig, so dass sich Tierschutzorganisationen nicht an dieses „heiße Eisen“ heranwagen?
Man sollte deshalb den Deutschen Tierschutzbund unterstützen bei seiner Forderung, den Pferdepolo-Sport aus Tierschutzgründen abzuschaffen – er ist ähnlich verwerflich wie die spanische Corrida de torros!
Wir empfehlen eine Polosportart, die sehr viel eigenes Können erfordert, nur dem eigenen Willen unterliegt und kein Wesen zu Handlungen zwingt, die ihm von Natur aus nicht gegeben sind. Nur ein einziges Ross ist dazu erforderlich, ein Stahlross – beim Fahrrad-Polo! Nur, viel Geld verdienen – sorry – lässt sich damit nicht, aber sportlichen Ausgleich und viel Spaß als besten Gewinn!

                                          Bike- Polo Wikipedia c) Hu Totya
 
 

Siehe auch:


 
 
*So trug z.B.der Pfälzer Herzog Christian IV., der 1755 das Zweibrücker Gestüt gründete, 1770 bei einem Fest am Hofe Ludwig XV. einen von Gold strotzenden Rock von 42 Pfund – obwohl der Herzog mehr noch von Schulden strotzte - während der französische König selbst sich in einem „nur“ 39 Pfund schweren Galarock präsentierte..
 
 
 

Dienstag, 21. August 2012

Millionen Tode stirbt der Christus täglich!

Gedanken zum Vegetarismus der frühen Christen


Der tägliche Verstoß gegen das 5. Gebot.
Vier entscheidende Worte – ohne ausufernde Erklärungen, zweifelsfrei die Bedeutung:
Du sollst nicht töten!

Vier Worte, Grundelemente zum Schutz des Lebens an sich. Es wird nicht unterschieden zwischen den Geschöpfen, Tiere werden nicht ausgenommen von dem Tötungsverbot bzw. ihr täglicher Tod erlaubt!

Doch sie fließen, die Ströme von Blut, Tag für Tag -  nicht nur auf den menschlichen Schlachtfeldern, sondern um viele Millionen Male mehr in den Schlachthäusern der Erde, wo auch immer sie sein mögen.
Tägliche millionenfache Blutopfer, gleich archaischen Ritualen  für den unersättlichen Moloch Mensch, täglich zerrissenes Fleisch millionenfach zerstörten Lebens der unschuldigsten, harmlosesten, lautersten Wesen, die man mit Fug und Recht als unsere „älteren Geschwister“ in der Evolution bezeichnen kann.  Oft geschieht es im Namen jenes Gottes, der nach der Lehre der drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam das Leben geschaffen hat.
Der göttliche Funke, in jeder Variation des Lebens immer wieder Einzigartigkeit und Individualität der  Geschöpfe schaffend,  missachtet  von dem gierigsten der Geschöpfe, das sich selbst zum Gott und Herr über Leben und Tod erhoben und jene, die ihnen zum Schutz überantwortet waren, sich selbst als blutige Speise zugedacht hat -  mit dem sog.“ Segen“ der christlichen Kirchen!
Christus – Erlöser, Erretter – mit diesem Ehrennamen hatten einst die Zeitgenossen den Wanderprediger Jeshua benannt, der, bekleidet mit einem einfachen weißen Bräutigamskittel, das damalige Palästina mit seinen Lehren des Friedens und der Liebe durchzog "das Himmelreich ist nahe herbeigekommen".
(Papst Damasus I. - Wikipedia)
Die Frage, ob jener Christus Vegetarier gewesen sei, beantwortet sich von selbst, wenn man  aus den Residuen außerkanonischer Schriften der frühesten christlichen Lehrer erfährt, dass sie allesamt dem Alkohol und dem Verzehr von Fleisch abgeschworen hatten, aufgrund der Lehren und Anordnungen des Rabbi Jesus.
Wie anders sind die eindeutigen Texte der sog. „Pseudoklementinen“ zu verstehen, Worte und Erklärungen die z.B. von Petrus selbst stammen sollen?!

Clemens von Alexandria (Wikipedia)

So ist beispielsweise in Predigt XII zu lesen: „Das widernatürliche Essen von Fleisch ist ebenso vergiftend wie die heidnische Anbetung von Teufeln mit ihren Opferungen und unreinen Festen. Durch Teilnahme wird der Mensch zum Tischgenossen von Teufeln“. Und was sagt der Apostel zur eigenen Ernährung? „Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten ein Gemüse zufüge.“ Weiterhin beschreibt Clemens von Alexandria (*150 in Athen, + 215 Kappadokien) in seinem Werk Padaigogòs („der Erzieher“) , dass der Evangelist Matthäus hauptsächlich von Pflanzenspeisen gelebt und nie Fleisch berührt habe (Padaig. II,1).
 Ein weiterer früher Kirchenvater, der Bischof  Eusebius von Caesarea (264–349), zitierte in seiner Kirchengeschichte (II,2,3) einen der frühesten  Kirchenschriftsteller Hegesippus (*100, +180 in Jerusalem), nach dessen Niederschrift der Apostel Johannes niemals Fleischkost genossen habe. In der gleichen Quelle wird Jakobus der Jüngere (nach Hegesippus ein Vetter Jesu, Sohn des Klopas/Alphäus eines Bruders des Joseph, oft auch mit dem Beinamen der Gerechte betitelt),  als heilig von Mutterleib an beschrieben, der keinen berauschenden Getränken zusprach, und nichts verzehrte, was beseelt war (II,23,5.6).  Dass dieser erste Führer der jüdisch-christlichen Gemeinde Jerusalems, zweifelsohne ein sehr naher Verwandter des Jesus von Nazareth, nach heutigen Begriffen vegetarisch lebte, kann als eindeutiger Beweis für eine gleichfalls fleischlose vegetarische Ernährung des Jesus von Nazareth gewertet werden, dabei ist es vollkommen belanglos, ob Jesus der vegetarisch lebenden Essaier-Gemeinschaft angehörte.
Drei wichtige Zeugen des vegetarischen Lebens der frühen Christen sollen nun benannt werden, bevor auf die gewaltsame Veränderung des vegetarischen Christentums in die heutige Form der fleischverzehrenden christlichen Kirche eingegangen werden soll:
Tertullian, der Hl. Hieronymus und der Hl. Basilius.


Tertullian (Wikipedia)

Der älteste „lateinische“ Kirchenstifter Tertullian (160-222) teilte in seinen Schriften etwa um 200 die Christen sogar in zwei Gruppen – einerseits in die vegetarisch lebenden „wahren“ Christen und andererseits die Fleischverzehrer, die er sehr streng als „Leiber ohne Seelen“ bezeichnete.

Hl. Hieronymus (Gemälde v. Rubens - Wikipedia)

Als den kenntnisreichsten der „lateinischen“ Kirchenväter könnte man den Bibelübersetzer Hieronymus von Strido/n bezeichnen, der besser bekannt ist als Hl. Hieronymus (347-419), den Schöpfer der „Vulgata“, dessen Wort von den „cibi innocentes“ den „unschuldigen Speisen“ („Speisen, die ohne Blutvergießen gewonnen werden“) noch deutlicher in folgenden Sätzen dargelegt wird: „Der Genuss von Tierfleisch war bis zur Sintflut verboten; seit der Sintflut aber gibt man uns die Nerven/Fasern und den stinkenden Saft des Fleisches unter die Zähne, gleich wie man dem murrenden Volk in der Wüste Wachteln vorwarf. Jesus Christus, der am Ende der Tage gekommen ist, hat das Ende an den Anfang  (Genesis 1, 29-30) zurückgeführt, so dass es uns heute nicht mehr gestattet ist, Fleisch zu essen“ (Lib. I, Adversus Jovinian).
Last but not least die Aussage des Hl. Basilius, Kirchenlehrer und Bischof (330-379): „Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht; eine mässige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab. Die Dünste der Fleischspeisen des Geistes“
Vegetarismus ein wesentlicher Bestandteil des frühen Christentums in strengster Befolgung des 5. göttlichen Gebotes !

Wie nun hat der Fleischverzehr den von Jesus, dem Christus, geforderten Fleischverzicht im christlichen Leben verdrängt?

Wesentliches dazu:


Paulus (Wikipedia)

Zunächst Paulus, der Apostel, der Jesus niemals in seiner irdischen Wander- und Predigerschaft erlebt hatte. Er, Saulus, der Christenverfolger, ein seelisch „blinder“ Eiferer, musste durch sein Erlebnis vor Damaskus (das er selbst Offenbarung Jesu nannte) körperliche Blindheit erfahren, die zu einem neuen Sehen/Erkennen der Lehre des Christus führen sollte, in der Verwandlung zum „Volkslehrer Paulus“. Im Gegensatz zu Petrus, ließ er den Gemeindemitgliedern freie Wahl der Speisen aber  im "Toledoth Jeschu", einer Sammlung altjüdischer Quellen zum Leben Jesu, wird wie folgt von ihm überliefert:“Jesus befahl mir, dass ich kein Fleisch esse und keinen Wein trinke, sondern nur Brot, Wasser und Früchte, damit ich rein befunden werde, wenn er mit mir reden will!“
Keinen Wein trinken! Wie ist dieses Enthaltungsgebot im Konsens zu der Einsetzung von Brot und Wein beim letzten Abendmahl zu verstehen? Vielleicht kann ein besonderer Hinweis  des Rabbi zum besseren Verständnis dienen: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” (Joh 15,5). So symbolisiert in diesem Zusammenhang die Darreichung von Wein in Verbindung mit Jesus, ein geheiligtes Getränk zu heiligen Handlungen. Ob sich Paulus strikt an Fleisch- und Weinverzicht gehalten hat,   dazu gibt es keine Quellen. Nur die Empfehlung an Timotheus scheint  möglicherweise auf eine gewissen lockeren Umgang in den Speisegeboten hinzuweisen: "Trinke nicht länger nur Wasser, sondern sondern gebrauche ein wenig Wein, um deines Magens und deines häufigen Unwohlseins willen“ (1. Timotheus 5:23)“ . Offenbar ein Gesundheitstipp, der eine strenge Alkoholenthaltung im Prinzip  ausschließt!


Augustinus - Lateran
(Wikipedia)

Dass Kirchenlehrer wie Augustinus und Thomas von Aquin Tiere als unbeseelt hielten (Frauen galten übrigens bei Thomas von Aquin und Augustinus ebenfalls als unbeseelt, bei Augustinus als „minderwertig“, bei Thomas als „Missgriff der Natur“ ), kann man ohne Bedenken mit dem Wissen und der Erkenntnis der heutigen Zeit als Blasphemie bezeichnen; denn es handelt sich dabei eindeutig um einen menschlichen Tadel an der göttlichen Schöpfung, eine – "männliche“ Selbstüberhöhung!
Wie irrten sie doch die alten Kirchenlehrer,die sich in ihrem Leben nicht gerade rühmlich verhielten, wie z.B. Augustinus (den man im heutigen Sprachgebrauch in seiner vorchristlichen Zeit  als „alten Hurenbock“ bezeichnen könnte).
Gerade von Jesus weiß man in dem Wenigen, was in dieser Hinsicht Vernichtung und Verfremdung entgangen ist, dass er sich immer als Verteidiger der Frauen offenbarte (Ausgießung der Narde, Jesus und die Frau am Brunnen, Jesus verteidigt die Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte... usw).  Und zeigte er sich nicht zuerst Maria Magdalena nach seiner Auferstehung, die von Papst Gregor dem Großen zur Hure abgestempelt wurde, sie, die besondere Herzensfreundin des Logos?!
So wie er die Frauen schmähte, verurteilte Augustinus die christlichen Vegetarier und bezeichnete sie als „Greuel in den Augen Gottes“. Der Vegetarier Jesus, der Christus, ein Greuel in den Augen Gottes? Augustinus, ein Fall für die Inquisition?!

Kaiser Konstantin mit der Hagia Sophia
(Wikipedia)

Doch schlimmer noch als die geheiligten Kirchenlehrer gebärdete sich Kaiser Konstantin, der sich zwar zum Christentum bekehrte und es als Staatsreligion einführte, doch zuvor noch auf dem Konzil zu Nicäa (325) , sich als „Bischof der inneren Ordnung“ verstehend, „sortierend“ und „ordnend“ in das kirchliche Leben und die Bücher der Bibel, vor allem des Neuen Testamentes, eingriff. Die vegetaristischen Passagen wurden, neben anderen, dem Kaiser nicht genehmen Texten,weitgehend entfernt bzw. Texte aus verschiedenen Kapiteln untereinander ausgetauscht. Fleischlose Ernährung wurde verboten. Zuwider handelnden Christen wurde der Hals mit Blei ausgegossen, eine bis ins Mittelalter fortdauernde inquisitorische Bestrafung. Noch sind sie nicht hinweggenommen, die Bannflüche der Kirche gegen die ur-christlichen Vegetarier, noch sind die Massaker an den vegetarisch lebenden Templern, den extrem vegetarisch lebenden Katharern (die übrigens nur das Ur-Johannesevangelium als authentisches Evangelium anerkannten) nicht gesühnt!
Es gibt heute sogar Bestrebungen, den Bruder der Tiere, den Hl. Franziskus von Assisi, des Fleischverzehrs zu bezichtigen. Wie könnte ein Mensch, der mit den Tieren redete, sie als seine Geschwister bezeichnete, sie in kannibalistischer Absicht zum Verzehr töten? Das ist die perfideste aller Lügen!
Und ist es nicht gerade zu grotesk, dass ein Papst, der sich den Namen des Hl. Benedikt von Nursia zugelegt hat, der nach strengen Regeln und ebenfalls  als Vegetarier lebte, deshalb oft Vergiftungsattacken ausgesetzt war, am liebsten Kalbsbraten verzehrt?

Wir wissen, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings auf Hawaii einen Orkan in China auslösen kann, denn alles ist miteinander verbunden – alle Ursachen erzeugen Wirkungen, besonders die Schreie der gefolterten und gequälten Mitgeschöpfe, auch im Namen der selbst ernannten  sog. „Braut Christi“, einer Braut mit blutigem Mund und blutigen Händen?!

Eine besonders verwerfliche "Braut", die Ausbeutung und Nutzung der Tiere als Nahrung und in tierquälerischen Versuchslaboren "genehmigt, die im Namen des "Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" Waffen, die töten, segnet sowie die Fleischspeisen auf den wohlgefüllten Tellern: Würste aus den Schlachthöfen des Vatikans als Präsent für die Evangelische Kirche ....
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht!

Millionenfache Tode stirbt der Christus täglich in den Schlachthöfen, in den Tötungsstationen, auf den Straßen, in den Meeren, in den Wäldern,  in den Laboren und Forschungsstationen der Welt...

(Caspar David Friedrich)

Leiber ohne Seelen

(Tertullian)



Elke Gelzleichter 08/2012