Mittwoch, 16. März 2011

Ist der Krieg Vater aller Dinge?


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Wir überlassen die Pelze zwar den natürlichen Eigentümern, aber wir tragen Schuhe und Stiefel sowie Taschen aus Leder. Wir Vegetarier essen kein Fleisch, sondern nur pflanzliche Nahrung, aber sind nicht auch Pflanzen Lebensformen dieser Erde?





Uns gelingt es, Waffen zu konstruieren und zu produzieren, deren Zerstörungspotenzial größer und größer wird. Warum ist es uns noch nicht gelungen, die Fotosynthese der meisten Pflanzen zu kopieren. Haben wir es vielleicht noch gar nicht versucht, aus Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) energiereiche Stoffe zu synthetisieren?

363142_R_by_Jennifer-Höck_pixelio.de



»Heraklit (6./5. Jh. v. Chr.) führt alles Werden und Vergehen in der Welt auf den immerwährenden Kampf entgegengesetzter Kräfte zurück[1]«. Daraus wurde dann die Redewendung Der Krieg ist der Vater aller Dinge. Sind wir noch immer auf den Krieg fixiert, weil wir überzeugt sind, er werde schon alles richten? Haben wir deshalb noch keine künstliche Fotosynthese, weil die Kriegsvorbereitungen und natürlich der Krieg selbst alle wissenschaftliche Kapazität verbraucht?

481298_R_K_by_Angelika-Wolter_pixelio.de
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Der Kampf um die Rettung der Erde ist auch und vor allem ein Kampf gegen den Krieg. Er verschlingt einfach zu viele Ressourcen, die wir anderweitig viel besser gebrauchen könnten.

Wolf-Gero




[1] Duden 12 Zitate und Aussprüche, 2002