Freitag, 18. März 2011

Zufriedenheit braucht keine Hilfe

Italien: Blaues Meer, weißer Sand. Ein einfach gekleideter Mensch liegt am Strand, die Hände unter dem Kopf verschränkt, den weißen Wolkenschiffen nachspähend.
Großspurig nähert sich ein Herr mit Wohlstandsbauch, betrachtet den Ruhenden eine Zeitlang. "Bist Du ein Fischer,"fragt er plötzlich, den Angesprochenen ohne Umschweife dutzend. "Ja," meint der Fischer, "wieso?" "Warum bist Du nicht auf dem Meer und fischst?" wagt sich der Dicke in Kritik. "Ich war schon heute ganz früh auf dem Meer, ich hatte einen guten Fischzug!" "Dann verkauf' doch Deine Fische" mosert der Beleibte. "Ich habe alle Fische verkauft", lautet die gleichmütige Antwort. Jetzt wird der Herr nervös, offenbar ist einer Unternehmer, und erlaubt sich die Empfehlung: "Dann fahr doch nochmals hinaus, fang nochmal Fische!" "Wieso?" kurz ist die Gegenfrage. "Ich habe connections zu allen Gourmet-Restaurants in Europa, da könntest du hinliefern und eine Menge Geld verdienen". Der Fischer stützt sich auf einen Arm und schaut den Unternehmer an: "Und was hätte ich davon?" Der Wohlstandsbauch ist in seinem Element: "Du könntest dann schon morgens am Strand in der Sonne liegen". Der Fischer sinkt zurück, verschränkt die Arme unter dem Kopf und lächelt verschmitzt in sich hinein:"Das kann ich doch jetzt schon
Merke: Jenseits der Gier führst du vielleicht schon das Leben, das du eigentlich erstrebst.