Der Baum
Eugen Roth
Zu fällen einen schönen Baum,
braucht's eine halbe Stunde kaum.
braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.
Theodor Storm
Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
ich nahm es so im Wandern mit,
auf dass es einst mir möge sagen,
wie laut die Nachtigall geschlagen,
wie grün der Wald, den ich durchschritt.
Zwei Dichter, zwei Gedichte, zweimal Gedanken über kleine Puzzleteile einer großartigen Natur, die uns die Luft zum Atmen auf diesem Planeten schenkt, die uns von Kindesbeinen an begleitet, den Wald.



"Waldschrat" nannte mich lachend mein Vater, wenn ich als Zweijährige ungeschickt über die oben liegenden Wurzelausläufer der Tannen stolperte, die mir gleich Hexenfingern erschienen, die nach mir haschen wollten. Und all dieser Zauber der Kindheit bleibt ewig bewahrt zwischen den mächtigen Stämmen alter Buchen und Eichen, flüstert leise in den Kronen jugendlicher Birken . Wie ist es doch so schaurig schön, wie bebt alles vor Erhabenheit, wenn der Sturm die große Waldesorgel spielt oder Blitze, mit grellem Licht zischend in die Erde fahren...

Auch heute ist er noch Heimat für viele Wildtiere, Wildkräuter und viele Baumarten, bietet durch Holzwirtschaft vielen Erwerb und Auskommen, aber - wie sagt Eugen Roth zum Wachstum eines Baumes? "Bis man ihn bewundert, braucht es ein Jahrhundert!" Feste Regeln bei der Bewirtschaftung des Waldes sind daher erforderlich, um eine ökologische, aber auch ökonomische Bewirtschaftung gleichgewichtig zu gewährleisten, wozu in Deutschland besonders die Bundesländer mit hohem Waldanteil, wie das Saarland, aufgerufen sind! 38300 ha Wald bedecken das Saarland und machen daher 39 % seiner Gesamtfläche aus. Ein stattlicher Wald, dessen Erhaltung in allen seinen Facetten für den Saarforst eine besondere Herausforderung ist - und auch bestanden wird.
Erzählen Sie uns, was Sie mit dem Wald verbindet, wir freuen uns auf Ihre Geschichte!
Bildquellen: Waldfotos: Pünktchen, Emblem 2011: http://www.wald2011.de/
Rotkäppchen, http://www.picsearch.com/; Espenblatt, Elfen, Schrat:
Wikipedia
Liebes Pünktchen!
AntwortenLöschenDu rufst uns einen wertvollen Freund ins Bewusstsein. Zugegeben, nicht jeder ist ein Liebhaber des Waldes, manche ziehen das Hochgebirge oder die See vor, oder ganz Anspruchsvolle - wie ich selbst - möchten von Wald bestandene Felsen direkt am Meer. Wie das persönliche Verhältnis zum Wald auch immer sein mag, wir alle atmen, brauchen Möbel und erfreuen uns an Tieren, für die der Wald der Lebensraum ist.
Manche Freunde werden als selbstverständlich hingenommen, und plötzlich wundert man sich, dass er nicht mehr da ist, und merkt erst jetzt, wie sehr man ihn vermisst.
Danke Pünktchen, dass Du uns einen wertvollen Freund ins Bewusstsein gerufen hast, und zwar bevor der Freund verschwunden ist.
Alles Liebe
Wolf-Gero
Hallo Pünktchen, klasse Beitrag und ungeheuer wichtig. Ohne Wälder wäre die Welt ohnehin verloren und es wird höchste Zeit, dass sie das begreift.
AntwortenLöschenLiebe Grüsse
Ursula
Hallo, meine Lieben!
AntwortenLöschenJa, die meisten Menschen wissen gar nicht wie sehr die Wälder Freunde sind, denn sie produzieren unseren Sauerstoff, ohne sie geht uns die Puste aus.
Vielen Dank für Eure Kommentare
und liebe Grüße
Pünktchen