Samstag, 9. April 2011

Rettet die Erde oder rette sich wer kann?

Das Leben auf diesem Globus als TV-Film oder -Dokumentation? Es scheint so, dass die meisten Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft die Geschehnisse in aller Welt nur noch als virtuelles Ereignis verifizieren wollen und können.
Via Television gelangen Kriege in unser Wohnzimmer: Es fallen Bomben auf eine Stadt, erschießen sich Menschen gegenseitig - aber es berührt uns nicht, es bleibt alles in der Scheibe des Fernsehgerätes.
Via Television erreichen uns die Bilder ausgemergelter, verhungender und kranker Menschen, aber es berührt nur am Rande - mit einem "ach, die armen Menschen" wird sich die nächste Portion Chips in den Mund gestopft.
Via Television erreichen uns die Bilder von Katastrophen, wie das Meer ein Landstrich überflutet, sich der Menschen und ihrer Werke bemächtigt - aber es geschieht nicht in unserem Wohnzimmer, der ferne Osten ist weit.
Via Television erreicht uns die Nachricht außer Rand und Band geratener Atomkraftwerke - wir fragen, ob man jetzt noch unbedenklich Sushi genießen kann...
Eine Art Fatalismus hat diese Wohlstandsgesellschaft beschlichen, nach dem Motto: Wenn hier etwas zu machen ist, soll es die Regierung tun, dafür wird die ja bezahlt - ich als "kleiner Mann" kann sowieso nichts ausrichten.
Ist dem wirklich so, kann der "kleine Mann" wirklich nichts ausrichten? Haben wir nicht aus der Geschichte nicht gelernt, was daraus entsteht, wenn wir uns den Einflüsterungen von Propaganda-Maschinerien unterwerfen oder im Gegenteil dagegen aufstehen und rufen "wir sind das Volk!"? Jetzt ergeht der Ruf "wir sind die Menschheit, wir sind die Erde!"
Und jeder einzelne kann etwas dazu beitragen. Was im einzelnen zu geschehen hat, wird immer wieder in der kommenden Zeit in verschiedenen Posts dargelegt und diskutiert werden:
Zunächst einige Feststellungen:
1. Unsere Mutter Erde kann ihre Kinder künftig nicht mehr ernähren.
Das heißt: Aufklärung tut not. Der Satz "children are poor man's riches = "Kinder sind des armen Mannes Reichtum" hat spätestens in der heutigen Zeit seine Gültigkeit verloren; denn es ist Reichtum erforderlich, um eine Vielzahl von Kindern ernähren zu können, eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, aber die Realität zeigt, dass viele Kinder in sozial schwache Familien hineingeboren bzw. in Ländern der Dritten Welt - wie z.B. Afrika - in einer durchschnittl. Familie 5-6 Kinder geboren werden. Lt. Unesco könnte der Welthunger in etwa 25 Jahren um ein Vielfaches reduziert werden, wenn sich die durchschnittl. Geburtenzahl auf 2,5 Kinder reduziert (Deutschland liegt z.Zt. unter dieser Quote mit 1,8).
2. Die "Fleisch-Produktion" aufgrund der enorm gestiegenen "Lust an Fleisch" der Menschen erfordert riesige Viehherden, deren Methanausstoß ca. 40 % des gesamten Methanausstoßes ausmachen (mehr als Flug- und Kraftfahrzeuge).
Das heißt: Der Fleischverzehr muss reduziert werden. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Fleisch für die menschliche Ernährung erforderlich sei, ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Fleischverzehr ursächlich ist für viele schwerwiegende Krankheiten, z.B. Gicht, Darmkrebs. Es ist notwendig, sich auf ein bis zwei Fleischmahlzeiten pro Woche zu beschränken! Allerdings kann ein endgültiges Lossagen von Fleischgerichten das Leben um etwa 15 Jahre verlängern, d.h. es ist erwiesen, dass Vegetarier im Durchschnitt 15 Jahre länger leben als Fleischesser. Wer sich zu diesen Maßnahmen entschließt, tut nicht nur etwas Sinnvolles für sich (und bereichert auch seine Geschmacksknospen), sondern leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz; denn die Tiere, die geboren sind, um zu sterben und als Leichenteile in menschlichen Mägen zu landen, werden größtenteils nicht artgerecht gehalten und nicht "human" getötet, wenn uns auch eine entartete Industrie das glauben machen will!
3. Sinnvolle Auswahl der Arten im Getreideanbau
Um eine gehaltvolle und umweltfreundliche Ernährung künftiger Generationen zu sichern, müssen Getreidearten gewählt werden, die weniger Methanausstoß verursachen als andere, ebenso die Art des Anbaus. Reis ist das Getreide, das durch den erforderlichen Anbau in sumpfigen Gebieten den höchsten Methanausstoß verursacht. Der schon von St. Hildegard hochgelobte Dinkel dagegen ist ein äußerst gehaltvolles Korn, das einzige, das mit 3 Enzymen von Mutter Natur ausgestattet wurde, als vollwertiger Fleischersatz gilt (man kann unbedenklich ohne körperliche Defizite lange Zeit nur mit Dinkel und Wasser leben) und durch seinen nussartigen Geschmack zu vielen Rezeptvarianten einlädt. Selbst hoch ausgemahlen behält der Dinkel seinen vollen Nährwert. Bei biologischem Anbau reduziert sich der Methanausstoß gegenüber anderen Anbauarten um 19 %, wächst auch in kargen Gebirgslandschaften und auf ungepflügten Flächen. Bedenkenswert?!
4. Erneuerbare Energien
Die Atomlobbyisten, die selbstverständlich aus gnadenlosem Gewinnstreben daran interessiert sind, ihre Kraftwerke weiter zu betreiben, versuchen durch in Presse, Funk und Fernsehen verbreitete Lügen, z.B. dass durch einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft (Kernspaltung) Deutschlands Energienetz zusammen brechen würde, dass Deutschland Atomstrom teuer aus anderen Ländern beziehen müsste, das "Nein zur Atromkraft" in Frage zu stellen. Es kann sehr gut bewiesen werden, dass durch ein Umsteigen auf verschiedene Quellen erneuerbarer Energien, wie Wasser-, Windkraft-, Solar- und High-Voltaic-Techniken, Holzfeuerungen sowie Geothermie in den nächsten 15-20 Jahren, durchaus ein bezahlbarer Ersatz für die - wie es sich gezeigt hat - gefährlichen AKWs geschaffen werden kann, wobei für den nachwachsenden Brennstoff Holz an eine sorgfältige Einsatz-Planung schnell wachsender Baumarten, die wenig Methan- bzw. auch Lachgase frei setzen, wie zum Beispiel die Pappel, gedacht werden muss.
5. Antriebsfeder des ungebremsten Konsums - der Neidfaktor
Überprüfen wir uns: Was brauchen wir wirklich?
Kaufen wir uns das neue Auto, weil wir es wirklich brauchen oder weil wir den Nachbarn übertrumpfen müssen.
Aus welchen Gründen bauen wir ein Haus? Muss es größer und schöner sein als das von Cousin Albert?
Brauchen wir wirklich in jeder Saison neue "Outfits", um uns darzustellen?
Was ist es, das uns dazu bewegt, ständig neue Möbel zu kaufen?
Es ist der Neidfaktor: Ständig suggeriert uns eine sich verselbständigende Werbeindustrie, was uns unser Leben angeblich lebenswert macht. Tag und Nacht sehen und hören wir von den ach so wichtigen Produkten, die man erwerben soll, um schöner, klüger, besser...und weiß Gott, was noch zu sein und - es ist fast zwanghaft - hat es der Nachbar, der Freund, die Arbeitskollegin schon, blickt man scheelen Auges auf diese vermeintliche glückhafte Errungenschaft und nichts scheint erstrebenswerter als die selbe Sache noch größer, schöner und teurer zu erwerben. Im Grunde ist das, was wir heute erwerben, die Müllhalde von morgen. Überprüfen wir also sorgfältig wie es mit unserem Neidfaktor steht. Denken wir um, ändern wir uns! Lassen wir uns nicht erzählen, ein solches Verhalten würde Arbeitsplätze vernichten. Eins ist doch klar, wer weniger konsumiert, benötigt weniger Geld, die Konsumspirale würde unterbrochen, Arbeitskräfte für den Arbeitseinsatz zum Erhalt unserer Erde mit allem, was hier lebt, frei werden.
Auf diesem Blog wird man künftig noch mehr über die Möglichkeiten der einzelnen erneuerbaren Energiequellen berichten, über die künftige Ernährung, über das, was schützenswert ist, die Pflanzen- und Tierwelt und ihre bedrohten Arten.
Ich spreche hier jeden einzelnen Leser an: Sie sind aufgefordert mit der Rettung der Erde zu beginnen, sonst heißt es bald "rette sich, wer kann!"
Kathrina über New Orleans: www.housezett.de/forum/topic
Kinderbild: Kindernothilfe
Pappelallee: Pünktchen
Getreidefeld: Freiburg-Schwarzwald.de
Dinkelfeld mit Wicken: Westerwald.de
Rabatt: lustich.de
Freiburg-Schwarzwald.de